Sarah Kirsch

Sarah Kirsch (1935-2013) gehörte 1976 gehörte 1976 zu den Erstunterzeichnern der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Ihre im Jahr darauf erfolgte Ausreise in den Westen kommentierte Franz Fühmann:  „Sarah Kirsch ist von uns fortgegangen, weil sich hier keine Zeile mehr fügen wollte, und keine Zeitung, kein Rundfunkkommentar, keine Aktuelle Kamera hat (oder irre ich mich doch?) es für nötig befunden, diese Tatsache unserem Publikum mitzuteilen […] allein die große Mehrheit unseres Publikums wird wohl mit mir der Meinung sein, daß die Tatsache des Weggangs von Sarah Kirsch einer Meldung wert gewesen wäre, ganz zu schweigen von einer Bekundung ehrlicher Trauer über diesen unersetzbaren Verlust und ehrlichem Nachdenken über seine Gründe“. Der Rhythmus ihrer Gedichte, die manchmal in Prosaminiaturen übergehen, ist der Atem des Sprechenden. Himmel, Wetter, Landschaften, Tiere sind meist die Ausgangspunkte. Politische Positionen fehlen jedoch nicht. Vertraute Bilder erfahren oft überraschende Wendungen, die die Einsamkeit des Subjekts und das Bedürfnis nach Nähe zum Thema haben.

Kirsch, Sarah: Sieben Häute. Ausgewählte Gedichte 1962-1979, Mit acht Abbildungen und vier beigelegten Original-Grafiken von Bier, Collien, Fussmann, Grieshaber. 1. Aufl. – Edition Nr. 10 des Anabis Verlags. Berlin : Anabis-Verl., 1979. 67 (5) S. : 8 blattgr. Ill. ; 30 x 22 cm Leinen mit mont. Deckelillustration und gepr. Deckel- und Rückentitel 380,00 €

Erste Ausgabe dieser Sammlung, fünf Gedichte im Erstdruck. – Auf Bütten gedruckt. – Eins von num. 30 Exemplaren der Sonderausgabe A . Auf dem letzten Blatt von Sarah Kirsch, Peter Collien, Klaus Fußmann, Wolfgang Bier und HAP Grieshaber sign.  Die in einer Rückentasche beigefügten drei Radierungen und Grieshabers Holzschnitt sind ebenfalls num. und sign. – Zustand sehr gut.

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