Ein Zeugnis der Freundschaft

Der Dichter Max Jacob (1876 – 1944) und Pablo Picasso (1881 – 1973) trafen sich erstmals 1901. Gemeinsam wohnten sie im Künstlerhaus Bateau-Lavoir auf dem Montmartre. Zumindest bis 1921, als sich Max Jacob in ein Benediktinerkloster zurückzog, standen sie in ständigem menschlichen und künstlerischen Austausch. Die „temps héroïques“, die heroischen Zeiten, das war die Periode des Kubismus, in der beide ihren künstlerischen Durchbruch erlebten. Seine Erinnerungen daran verfasste Max Jacob 1935/36. Die Witwe des Kunsthändlers Paul Guillaume hatte ihn darum gebeten. Nur der Anfang des Textes wurde 1937 in der Zeitschrift „Les feux de Paris“ abgedruckt. In der vorliegenden Ausgabe erschien der Text erstmals vollständig. Sicher geht die Veröffentlichung auf eine Anregung Picassos zurück. Es war ein letztes Zeichen der Freundschaft aus Anlass des 80. Geburtstages des 1944 im Lager Drancy verstorbenen Max Jacob, der zuvor von der Gestapo verhaftet worden war.

 Picasso, Pablo und Max Jacob: Chronique des temps héroïques illustré de dessins gravés sur bois et de lithographies et pointes-sèches originales par Pablo Picasso. Paris, Louis Broder, 1956. 126 S., 4 Bll., 2 Bll. (Prospekt des Buches), 2 farb. lithogr. Bll. (Illustr. des Schubers), 2 w. Bll. – Mit 1 Originallithgraphie als Frontispiz, 3 Original-Radierungen, 24 Textholzschnitten und farb. Umschlaglithographien von Pablo Picasso. Gr.-8°, lose Lagen in illustr. OKarton im illustr. OPappschuber. 4600,00 €

Eines von XX (GA 170) num. und von Picasso im Impressum sign. Exemplaren. – Mourlot 271. Bloch 743 und 802-804. Cramer 78. – Sehr schönes Exemplar, komplett mit den Beilagen wie bei Cramer beschrieben.

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