Die Städte: Dschungel aus Steinen

Expressionistische Großstadtlyrik, das sind Häusermeere, Straßenschluchten und unendliche Reizüberflutung. Die Dichter kamen meist aus der Provinz und standen dem, was auf sie einstürzte, ambivalent gegenüber. Vitalität und Lebensmöglichkeiten kontrastierten mit dem apokalyptische Schreckgespenst vom Untergang der Riesenstädte. Bei Ackermann besteht die Stadt dann nur aus Architekturdetails. Die Natur ist aus der Stadt verschwunden. Die Angstvision der expressionistischen Dichter ist Wirklichkeit geworden.

Ackermann, Peter: „O Stadt der Schmerzen düsterer Zeit.“ Heidelberg, Tukanpresse, 1972. 3 Textblätter, Folge von 9 num. und sign. Radierungen von Peter Ackermann mit je einem Textblatt auf Astralonfolie Gr.-Fol. (57 x 46 cm  – Kassette), Lose Graphikblätter in schwarzer Lwd.-Kassette.  750,00 €

Krimmel 260-68. – 3. Druck der Tukanpresse. – 1 von 65 num. Ex. (GA 85) auf Rives-Bütten. – Mit einer Einführung sowie hrsg. von W. Rothe. Druck der Radierungen bei W. Weiss, Berlin. Format ca. 34,5 : 35 cm, Papierformat ca. 55 : 45 cm. Schöne Folge zu Texten expressionistischer Großstadtlyrik, mit Graphiken zu 9 Gedichten von Georg Heym, Jakob von Hoddis, Alfred Lichtenstein, Johannes R. Becher, Georg Trakl und Alfred Wolfenstein. Die den Radierungen vorgelegten, mit den Gedichten bedruckten Folien fügen Text und Bild zu einem stimmigen Ganzen. Durch Abheben der Folie bleibt wahlweise die reine Bildbetrachtung.

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