Prügel-Pädagogik

Strafbuch für die Schule zu Becheln. Vom 11.01.1889 bis 05.11.1919. 140 nn. S. 4° (32 x 21,5 cm), HLeinen mit Leinenecken, mont. Titelschild.     200,00 €

Das Spaltenbuch hat folgende Rubriken: Laufende Nummer, Datum, Namen und Alter des Schülers, Namen und Stand der Eltern resp. der Vormünder, Art der Vergehung, Art der Züchtigung, Bemerkungen. – Über 30 Jahre wurde das Strafbuch der Volksschule  geführt. Aufgeführt sind 547 Nummern. Die häufigsten Vergehen waren Faulheit, Ungezogenheit, Lügen, Unaufmerksamkeit, auch Diebstahl von Obst kommt vor. Die Strafe bestand in der Regel aus abgezählten Stockschlägen auf verschiedene Körperteile (Hände, Gesäß, Rücken). Bei Inspektionen kontrollierte die Schulaufsicht das Strafbuch und zeichnete es ab. – In der Sowjetischen Besatzungszone und dann der DDR schon 1945 verboten, war es in den Schulen der Bundesrepublik den Lehrern noch bis 1973 erlaubt, Schüler zu schlagen, in Bayern gar bis 1983.

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